4k Gaming Beamer – der Predator GM712 im Test

Predator GM712 Test Lifestylebild

In diesem Blogartikel möchte ich für euch den 4k Gaming Beamer Predator GM712 von Acer testen und euch vorstellen. Neben dem Predator GD711 (auch bei Beamernerd getestet) hat Acer den GM712 als Lampenalternative vorgestellt. Der Predator GM712 kommt im Predator Design, mit 4k UHD Auflösung und 4.000 ANSI Lumen Helligkeit. 

 

Dieser Gaming Beamer Test verrät dir, ob sich ein Kauf lohnt und ob der Predator GM712 sein Geld wert ist.  

Predator GD711 - Überblick

Predator GM712 Frontansicht
4/5
grünes Plus
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4K Gaming Beamer

4.000 ANSI Lumen hell

Intensive Farben dank Rec.709

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Inhaltsverzeichnis

Erster Eindruck und Lieferumfang

Wie auch beim Predator GD711 hat Acer sich dem Thema Gaming beim Predator GM712 hingegeben. Der GM712 ist schwarz und besitzt einen bunten Druck in blau und gelb auf der Oberseite des Beamers. Ob das Design gefällt, ist natürlich subjektiv, es ist aber auf jeden Fall ein spannendes und nicht normales Design.  

 

Etwas schade ist es, dass der Predator GM712 vorne mit einem Acer Logo anstelle eines Predator Logos kommt. Eine Kleinigkeit, die uns aber aufgefallen ist.  

Predator GM712 von oben
Der Predator GM712 ist von oben in coolen Farben bedruckt.

Der Predator GM712 Gaming Beamer kommt auf kompakte Maße von 313 x 240 x 114 mm (B x T x H) und ist 4,50 kg schwer. Trotzdem sollte ein Transport kein Problem sein. Dies liegt unter anderem auch an der Beamertasche, die dem Lieferumfang beiliegt. 

Der Predator GD711 überzeugt durch sein außergewöhnliches Design.

Neben der Tasche befinden sich im Lieferumfang ein Netzkabel, ein HDMI Kabel, eine Fernbedienung mit Batterien sowie der Wireless Adapter. Ferner ist am GM712 eine Linsenkappe installiert, um die Linse bei Nichtbenutzung des Beamers vor Staub und Schmutz zu schützen.  

 

Das besondere an der Fernbedienung im Lieferumfang ist die antibakterielle Eigenschaft. In Zeiten von Corona und steigendem Hygienebewusstsein ist dies ein nettes Add-on. Der Lieferumfang ist wie bei Acer bekannt sehr gut und ermöglicht die sofortige Nutzung des Predator GM712 Beamers.  

Anschlüsse und Konnektivität

Der Predator GM712 Gaming Beamer verfügt über die meistgenutzten Anschlüsse. Dabei sind neben zwei standardmäßigen HDMI 2.0 Ports (leider kein HDMI 2.1) auch ein VGA Eingang verfügbar. Ferner verfügt der GM712 Gaming Beamer über drei USB Typ-A Anschlüsse. Einer davon ist für den Wireless Adapter gebraucht und kann nicht anderweitig genutzt werden. Über die anderen USB Typ-A Ports können z.B. ein TV-Stick mit Strom versorgt und Medien von einem USB Stick gelesen werden. 

 

Mit Blick auf Audioanschlüsse verfügt der Predator GM712 über zwei 3,5 mm Klinkenstecker (1x Audio Out, 1x Audio In) sowie einen analogen SPDIF Anschluss. Der Vorteil von SPDIF gegenüber dem 3,5 mm Klinkenstecker liegt in einer verlustfreien Klangübertragung ohne Verzögerung.  

 

Dank des beiliegenden Wireless Adapters kann der Gaming Beamer kabellos mit einem Smartphone oder Notebook verbunden werden. Dies ist mit iOS, Android und Windows möglich. Dafür kann die App “CollaVision” heruntergeladen werden, worüber auch auf einem iPhone eine Verbindung zum Predator GM712 aufgebaut werden kann. Bei der Einrichtung des Beamers werden die passenden QR Codes zum Download der App angezeigt.  

Der GD711 verfügt neben den wichtigsten Anschlüssen auch über einen SPDIF Audioanschluss.

Erstbetrieb und Ausrichtung der Projektion

Der GM712 Gaming Beamer ließ sich problemlos anschließen und in Betrieb nehmen. Beim Starten des Geräts ist einer kurzer “Lüfteraufschrei” zu hören, der sich dann allerdings beruhigt. Der Predator GM712 bedarf den im Lieferumfang beiliegenden Wireless Adapter, der dem Gaming Beamer eingesteckt werden sollte. Dabei wird mehrfach darauf hingewiesen, mit welcher Richtung der Wireless Adapter im Gehäuse versenkt werden sollte, was unbedingt befolgt werden sollte. 

 

Die Bildausrichtung des Predator GM712 ist durch unterschiedliche Features gut möglich. Auf der einen Seite verfügt der GM712 über eine automatische 30° Trapezkorrektur (vertikal), die eine schiefe Projektion ausgleicht. Dank manueller horizontaler sowie 4-Ecken Trapezkorrektur kann noch manuell feinjustiert werden.  

 

Ferner können das vordere sowie das rechte hintere Standbein herausgedreht und dadurch verlängert werden. Dies hilft dabei, den standardmäßigen Offset von 116% auszugleichen. Insbesondere bei Installation des Predator GM712 in einem Wandregal (oder anderer Installation weiter oben) ist dies ein gutes Feature, um die Projektion auszurichten. Deckenmontage und -projektion ist ansonsten auch möglich.  

 

Zuletzt verfügt der Predator GM712 über einen 1,3fachen Zoom, der es erlaubt, das Bild in seiner Größe um 30% zu verändern, wobei die Position des Beamers nicht geändert werden muss. Dies erleichtert die Bildausrichtung enorm und ist ein sehr gutes Feature!  

 

Trotzdem solltest du vor dem Kauf die Möglichkeit der Integration ins heimische Wohnzimmer prüfen. Dies funktioniert kinderleicht mit dem Projektionsabstandsrechner von Acer, den du hier aufsuchen kannst.  

Betriebslautstärke

Die Betriebslautstärke des Predator GM712 ist mit 30 dBA im Normal-Modus und 23 dBA im Eco-Modus angegeben. Den Unterschied konnten wir in unserem Test heraushören. Auch im Normalmodus war die Betriebslautstärke nicht störend. Unsere Aufnahmen wurdem mit einem Smartphone direkt neben dem Lüfter aufgenommen. 

 

Die oben dargestellte Betriebslautstärke entspricht der Lautstärke nach erfolgreichem Hochfahren. Einen Vergleich unterschiedlicher Betriebslautstärken von Beamern mit Hörbeispielen findest du hier.

Predator GM712 Betriebslautstärke im Normalmodus
Predator GM712 Betriebslautstärke im Eco-Modus

Auflösung und Bildqualität

Der Predator GM712 kommt mit einer 4k UHD Auflösung und löst mit 3.840 x 2.160 Pixeln auf. Dadurch kann der Predator GM711 als 4K Beamer vermarktet und verkauft werden. Der integrierte 0.47” DLP Chip löst hingegen nur mit nativem Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) auf. Hierbei wird die typische Pixel Shifting Technologie genutzt. 

Mehr Informationen zu Pixel Shifting kannst du in unserem Artikel zu Beamer Auflösungen oder die Übersicht der besten 4k Modelle nachlesen. 

Im direkten Vergleich mit dem Predator GD711 ist die Bildqualität ein wenig schlechter, was an der fehlenden LED-Lichtquelle liegt. Der Predator GM712 ist ein Lampenbeamer, der allerdings Rec.709 sowie HDR unterstützt. Dies führt zu einem guten Bilderlebnis bei abgedunkeltem Raum.  

 

Dank seiner Helligkeit von 4.000 ANSI Lumen kann der GM712 Gaming Beamer auch bei Lichteinfall ein helles Bild projizieren. Hierbei leidet allerdings der Kontrast. 

 

Im Menü lassen sich unterschiedliche Modi einstellen. So gibt es neben dem Kinomodus auch einen dedizierten Modus fürs Gaming. In drei individuellen Farbprofilen lassen sich Farben optimal nach den Bedürfnissen einstellen. Dabei kann Helligkeit, Kontrast, Schärfe, Farbe oder auch die Gamma Werte angepasst werden (mehr dazu: ISFccc Zertifizierung).  

 

Wir haben in unserer Testumgebung unterschiedliche Helligkeitssituationen getestet. Dabei lässt sich zusammenfassen, dass du auch ohne zugezogene Gardienen (Bild rechts) am helligen Tage problemlos ein Bild erkennen kannst.  Auf dem linken Bild ist die Projektion bei abgedunkeltem Raum zu erkennen. Das mittlere Bild zeigt die Projektion im Eco-Modus, bei der die Helligkeit auf 3.200 ANSI Lumen fällt, aber die Betriebslautstärke und der Stromverbrauch abnehmen und die Lampenlebensdauer zunimmt.  

SmartTV und App Integration

Nach dem Starten des Predator GM712 wird automatisch das Smart-System gestartet. Hierbei handelt es sich um das Aptoide System, welches auch beim Optoma P2 oder Predator GD711 integriert ist.  

 

Während bei Google Mobiles Service – im Folgenden auch Android genannt – die Hersteller Gebühren für Lizenzen zahlen und eine Kompatibilität zwischen den angebotenen Apps und dem Gerät sicherstellen müssen, handelt es sich beim Aptoide System um eine Open-Source Variante von Android. Auch wenn theoretisch alle Apps direkt herunterladbar oder per APK hinzufügbar sind, kommt es aufgrund fehlender Kompatibilitätsprüfung häufig zu Fehlern. 

 

Wie schon beim Optoma P2 oder GD711 war die Nutzerfreundlichkeit des Smart Systems leider sehr gering. Von den bekannten Apps waren nur YouTube und Netflix vorhanden. Allerdings konnten die Apps zwar heruntergeladen und installiert, aber nicht ausgeführt werden. So stürzten die Apps immer wieder ab. 

 

Dem Aptoide Systems ist erneut die Nutzerfreundlichkeit abzusprechen. Wenn man Apps nutzen möchte, empfehle ich dringend den Kauf eines optionalen TV-Sticks. Dieser kann dank der passenden Anschlüsse am Beamer betrieben werden und stellt Kompatibilität von Apps sicher. 

Gaming Features

Wie aus dem Hause Acer bekannt richtet sich die Predator Serie an Gamer. Dies lässt sich nicht nur am Design des Predator GM712 erkennen, sondern auch an spezifischen – an Gamer gerichtete – Features.  

 

Im Fokus steht hierbei die Variable Refresh Rate (VRR), also die variable Bildwiederholungsrate. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um eine Art der Bildinterpolation. Der GM712 ist in der Lage zu erkennen, wenn in bestimmten Bildszenen weitere Frames notwendig sind, um das Bild flüssig und ohne Lags darzustellen. Dabei wird das Bild mit dem Input vom PC oder Konsole synchronisiert. Hierbei sei gesagt, dass das Inputgerät mindestens HDMI 2.0 bedarf, da für die Nutzung von VRR eine gewisse Bandbreite notwendig ist.  

 

Ein i-Tüpfelchen wäre ein HDMI 2.1 Anschluss gewesen. Vorteile von HDMI 2.1 gegenüber HDMI 2.0 sind hierbei die deutlich höhere Bandbreite von 48 Gbits/s im Vergleich zu nur 18 Gbits/s bei HDMI 2.0. So können ohne Einschränkungen HDR Videos wiedergegeben werden und Kontraste und Konturen bleiben erhalten. 

 

In unserem Test war Casual Gaming ohne Lags möglich. 

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung des Predator GM712 Gaming Beamers liegt bei 1.399 €. Der GM712 ist zu sofort im Markt verfügbar. 

 

Aus meiner Sicht sind 1.399 € viel Geld für den Predator GM712, insbesondere im direkten Vergleich mit dem Predator GD711. Wer auf Gaming Features wert legt, sollte zum GD711 greifen und die 100€ mehr investieren. Ansonsten ist auch der Optoma UHD38 dank des geringen Input Lags eine Alternative. Hier geht es zu unserem Test des UHD38. 

 

Wenn der Predator GM712 im Angebot verfügbar ist, kann ein Kauf sinnvoll sein. Der Gaming Beamer GM712 ist bei bekannten Händlern wie Amazon oder Alternate zu erwerben. 

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Predator GM712 Frontansicht

Amazon Logo

visunext Logo

Alternate Logo

Fazit

In diesem Testbericht haben wir den Predator GM712 Gaming Beamer getestet. Wer auf der Suche nach einem hellen Gaming Beamer für Casual Gaming und Heimkino ist, ist mit dem Predator GM712 gut beraten. Für ein geringen Preisaufschlag empfehle ich den Predator GD711.  

 

Besonders positiv ist die Bildqualität zu bewerten. Die Farben sind dank Rec.709 deutlich farbenfroher als bei herkömmlichen Lampenbeamern. Casual Gaming war ohne Lags gut möglich und die Konnektivität zu Apple und Android Geräten hat gut geklappt.  

 

Anzukreiden sind das SmartTV System, welches leider kaum zu gebrauchen ist. Hierbei empfehle ich dringend die Nutzung eines optionalen TV-Sticks, um die Appkompatibilität sicherzustellen.  

Beamernerd Testnote 4 Sterne

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